Profil / Selbstverständnis

KUNA e.V. positioniert sich im Feld nachhaltiger Entwicklung als Bildungs- und Kulturakteur mit einem klaren gesellschaftlichen Auftrag: Transformationsprozesse werden nicht allein durch Programme, Technik oder Regulierung möglich, sondern durch Lern- und Entwicklungsprozesse, die Handlungskompetenz, Orientierung und Verantwortungsfähigkeit stärken. Aus dieser Perspektive versteht der Verein nachhaltige Entwicklung als Zusammenspiel von Wissen, Haltung, Beziehungen und institutionellen Rahmenbedingungen.

Das Profil von KUNA e.V. ist durch die Verbindung von Erwachsenenbildung, kultureller Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung geprägt. Diese Verbindung ist nicht additiv, sondern konzeptionell: Kulturelle Bildung eröffnet Zugänge zu Wahrnehmung, Ausdruck und Deutung; Erwachsenenbildung ermöglicht reflexive Lernprozesse, die an Lebens- und Berufserfahrungen anknüpfen; Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturiert gesellschaftliche Herausforderungen entlang von Zielkonflikten, Zukunftsfragen und Handlungsoptionen. KUNA e.V. nutzt diese Perspektiven, um Lernräume zu schaffen, die sowohl fachliche Inhalte als auch Orientierungs- und Entscheidungsfähigkeit adressieren. Die Arbeitsweise ist darauf ausgerichtet, komplexe Themen so zu bearbeiten, dass sie in Organisationen, Netzwerken und Communities wirksam werden können. Dazu gehört, dass KUNA e.V. nicht nur Formate umsetzt, sondern auch konzeptionell arbeitet: Themen werden eingeordnet, Zielgruppen präzise bestimmt, Wirkannahmen formuliert und geeignete didaktische Zugänge ausgewählt. Der Verein verfolgt einen Ansatz, der die Anschlussfähigkeit an öffentliche Förderlogiken, institutionelle Anforderungen und Kooperationsstrukturen ausdrücklich berücksichtigt.

Im Selbstverständnis von KUNA e.V. spielt die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteuren eine zentrale Rolle. Kooperation wird nicht als reine Ressource für Umsetzung verstanden, sondern als Qualitätsmerkmal: Perspektiven aus Verwaltung, Bildung, Kultur, Zivilgesellschaft und Forschung werden in die Entwicklung von Inhalten und Formaten einbezogen. Dadurch entstehen Angebote, die fachlich fundiert sind, reale Bedarfe adressieren und zugleich offen genug bleiben, um in unterschiedlichen Kontexten anschlussfähig zu sein. Ein weiteres Profilmerkmal ist die Orientierung an langfristiger Wirkung. Nachhaltige Entwicklung verlangt Kontinuität: Themen müssen wiederholt, vertieft und in Beziehung gesetzt werden. Der Verein schafft dafür Strukturen, die über einzelne Projektlaufzeiten hinausreichen, etwa durch wiederkehrende Formate, durch dokumentierte Erkenntnisse und durch Netzwerke, die weiterarbeiten können. So wird das Profil nicht allein über einzelne Maßnahmen definiert, sondern über eine nachvollziehbare Arbeitslogik.

Werte und Haltung

Die Werte von KUNA e.V. sind nicht als abstraktes Leitbild formuliert, sondern als praktischer Handlungsrahmen. Für eine Organisation, die mit öffentlichen Institutionen und Fördermittelgebern zusammenarbeitet, bedeutet das: Werte müssen sich in Entscheidungen, Standards und Verfahren übersetzen lassen. KUNA e.V. versteht Werte daher als Kriterien, die die Planung, Durchführung und Auswertung von Vorhaben strukturieren. Gesellschaftliche Vielfalt wird als Voraussetzung für Qualität verstanden. Vielfalt betrifft dabei nicht nur kulturelle Hintergründe, sondern auch soziale Lagen, Bildungserfahrungen, institutionelle Perspektiven und unterschiedliche Rollen in Transformationsprozessen. KUNA e.V. berücksichtigt Vielfalt in der Konzeption von Formaten (Zugang, Sprache, Materialität), in der Gestaltung von Lernsettings (Dialog, Moderation, Beteiligungsoptionen) sowie in der Auswahl von Partnern (Komplementarität, lokale Verankerung, Perspektivenvielfalt). Ziel ist nicht eine symbolische Repräsentation, sondern die Entwicklung tragfähiger gemeinsamer Arbeits- und Lernprozesse.

Ressourcenschonendes Denken wird als Querschnittsprinzip verstanden. Es betrifft nicht nur ökologische Fragen, sondern auch den Umgang mit zeitlichen, personellen und institutionellen Ressourcen. KUNA e.V. setzt daher auf Formate, die Transfer und Multiplikation ermöglichen, auf klare Zieldefinitionen und auf Maßnahmen, die organisatorische Anschlussfähigkeit schaffen. Gleichzeitig werden ökologische Aspekte, soweit sie formatbedingt relevant sind, konsequent mitgedacht, etwa bei Mobilität, Materialeinsatz oder Veranstaltungsplanung.

Verantwortung über nationale Grenzen hinaus wird als Bildungs- und Kooperationsauftrag verstanden. Nachhaltige Entwicklung ist global verschränkt; lokale Entscheidungen stehen inZusammenhängen, die internationale Dimensionen haben. KUNA e.V. übersetzt diese Perspektive in Formate, die globale Verflechtungen, Solidarität und Partnerschaftlichkeit thematisieren, ohne vereinfachende Narrative zu reproduzieren. Internationale Zusammenarbeit wird dabei als wechselseitiger Lernprozess konzipiert, der lokale Kontexte respektiert und auf Augenhöhe angelegt ist.

Transparenz und Verantwortlichkeit prägen die Arbeitsweise gegenüber Partnern und Fördermittelgebern. Dazu gehört eine nachvollziehbare Darstellung von Zielen, Rollen, Zuständigkeiten und Ergebnissen, ebenso wie ein realistischer Umgang mit Grenzen und Risiken. KUNA e.V. setzt auf klare Kommunikation, dokumentierte Prozesse und eine Auswertungskultur, die Lernen ermöglicht. Qualität wird nicht als Selbstaussage verstanden, sondern als Ergebnis konzeptioneller Sorgfalt, fachlicher Standards und reflektierter Umsetzung.


Unsere Experter:innen

Natalia Neumann
Vorsitzende / Kulturmanagerin M.A.

Arbeitsbereiche: nachhaltige Kulturentwicklung, gesellschaftliche Diversität und kulturelle Teilhabe

Alena Dubino
Stellvertretende Vorsitzende / Freiberufliche Künstlerin

Arbeitsbereiche: Beratung und Leitung von Workshops, Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen

Dr. Aleg Sivagrakau
Expert, Koordinator, Berater

Koordinator und Berater von weltweiten Programmen von EU, World Bank, Friedrich-Ebert-Stiftung. Mitautor von 250 Artikeln und 35 Büchern und Broschüren zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft. Arbeitsbereiche: Nachhaltige Entwicklung von ländlichen Regionen, Social Entrepreneurship, Private Public Partnership

Ihar Kudzin
Digitalexperte, Projektmanager

Zertifizierter Ingenieur und Projektmanager, Expert und Berater für Fragen der Unternehmensnachhaltigkeit Arbeitsgebiete: Projektmanagement, nachhaltige Digitalisierung, Kommunikation und Marketing

Prof. Dr. Pozniak Alexandra

Expertin für pädagogische Forschung, Umsetzung von Bildungsprojekten sowie für den Einsatz innovativer Formen und Methoden des Lernens und Lehrens Arbeitsbereiche: Erwachsenenbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, internationale Bildungskooperation, Didaktik, pädagogische Forschung, Migrationspädagogik

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis auf unserer Website zu bieten. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Akzeptieren
Ablehnen