SOFI


Das Projekt SOFI – Soziale Partnerschaft für Integration hat zum Ziel, die Teilhabe- und Integrationschancen von Frauen aus den Ländern ausserhalb der EU/EWR zu maximieren. Dabei bietet das Projekt eine konkrete Hilfestellung bei der Eingliederung in die Gesellschaft an, durch flankierende und speziell auf die Zielgruppe ausgerichtete Integrationsangebote. Der Fokus liegt dabei auf der Potenzialförderung und dem Empowerment durch zielgeleitete sozialpädagogische Unterstützung. Die individuellen Potenziale der Frauen sollen dabei weiterentwickelt und so ihre Selbstbestimmung gefördert werden.
Die Zielgruppe des Projekts sind Frauen ab 18 Jahren, ohne EU-Bürgerschaft und mit Wohnsitz in Südwestfalen und dem angrenzenden Rhein- und Ruhrgebiet. Der Zugang zu der Zielgruppe erfolgt direkt über bereits bestehende Kontakte des Teams zu Vereinen, Gruppen etc. oder indirekt über Institutionen wie dem Jobcenter, Kommunalen Integrationszentren (KI), dem Kommunalen Integrationsmanagement (KIM), den Integrationsbeauftragten und -räten, den Wohlfahrtsverbänden etc.
Im ersten Schritt lernen die interessierten Frauen das Projekt kennen und werden in niederschwelligen Workshops durch Ehrenamtliche qualifiziert. Das Projektteam unterstützt dabei, je nach Bedarf und individuell, professionell die Durchführung. Ziel dieser Workshops ist es, die eigenen Potenziale, wie künstlerische und kulturelle Fertigkeiten, zu identifizieren; ebenso sollen die Teilnehmerinnen empowert werden, individuelle Ziele und Wege zu definieren. In diesem Kontext kann auch Biographiearbeit oder Sprachförderung durchaus eine Rolle spielen. Im weiteren Verlauf des Projekts werden die Teilnehmerinnen dann in 3er-Teams eigene Workshops in sozialen Einrichtungen, wie in Flüchtlingsunterkünften, in Altersheimen, im offenen Ganztag, in Familienzentren, bei Migrantenorganisationen und Vereinen, initiieren und durchführen. Ziel dabei ist die Weitergabe der individuellen Fähigkeiten oder kultureller Inhalte. Je nach Bedarf werden sie dabei von den Fachkräften der sozialen Arbeit und der Kulturmanagerin des Teams professionell unterstützt.
Zum Ende des Projektes werden die Teilnehmerinnen zur Vereinslotsin / Multiplikatorin geschult. Inhalte dieser Qualifizierung sind u.a. das Kennenlernen des Vereinswesens in Deutschland, die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, der Einsatz digitaler Medien / Öffentlichkeitsarbeit sowie die Akquise neuer Vereinsmitglieder. Die Teilnehmerinnen sollen dadurch empowert werden, eigenständig weitere interessierte Frauen aus ihrem eigenen Familien- und Bekanntenkreis zu akquirieren und zu motivieren, ebenfalls aktiv zu werden.
Ein weiterer Nebeneffekt des Projekts ist, neben dem Kulturaustausch, die Stärkung eines Gemeinschaftsgefühls. Die Bereitstellung eines geschützten Raums soll dabei den Austausch über Integrationsherausforderungen fördern, und ebenso die Möglichkeit schaffen, auch persönliche Geschichten teilen zu können. Die Erfahrung des kollektiven Lernens, die Bündelung von Ressourcen und Wissen, die Vermittlung von Ehrenamts- und Vereinsstrukturen als „Gate-keeper“ sollen den Dialog in der Gemeinschaft/Gesellschaft ausbauen und fördern und damit nachhaltig die Rolle der Frauen in der Gemeinschaft stärken.







